Absurdes Theater

Das absurde Theater ist eine Unterkategorie des modernen Theaters und um 1950 entstanden. Der Schriftsteller Wolfgang Hildesheimer bezeichnet es als „Parabel über die Fremdheit des Menschen in der Welt“, dessen Spiel der Verfremdung diene. „Absurd“ wird es genannt, weil das Dargestellte weder mit der Wirklichkeit noch der Erfahrung sowie Erwartung übereinstimmt.
Das absurde Theater verzichtet größtenteils auf Handlung und individuell gezeichnete Charaktere, um die Entpersönlichung des Menschen hervorzuheben. Es kennt weder feste Gesetze noch Ordnung. Stattdessen herrscht absolute Ratlosigkeit.
Im absurden Theater wird nicht über die Absurdität der menschlichen Situation diskutiert, sie wird dargestellt. Gestik und Mimik sind bedeutungsvoller als die Dialoge. Zum Teil widersprechen die gesagten Worte gar dem Dargestellten. Die Figuren sind Typen und haben keine Personalität. Häufig übernimmt eine Person zwei Rollen.

Bedeutende Werke