Dadaismus

Diese Kunstrichtung entstand im Jahre 1916 im Zusammenhang mit den Auswirkungen des ersten Weltkrieges. Man ging davon aus, dass es nach den Gräueltaten und den Zerstörungen des Krieges nur noch eine zerstückelte Kunst geben kann.

Ausgangspunkt war die Stadt Zürich mit ihrem Club Voltaire. Dort wurden im Emigrantenzentrum das literarische Cabarett und die Experimentierbühne Voltaire gegründet.

Gründungsmitglieder waren:
Hugo Ball ((1886-1927), Schriftsteller,
Richard Huelsenbeck (1892-1974), Schriftsteller,
der Elsässer Hans Arp (1887-1966), Bildhauer, Maler, Zeichner, Dichter,
und der Rumäne Tristan Tzara (1896-1963), Schriftsteller.

Das Wort Dada wurde zufällig in einem deutsch-französischen Diktionär gefunden. Dabei handelte es sich um ein Wort aus der Kindersprache. Unter Dada verstand man soviel wie „Hoppe- oder Holzpfeerdchen.“ Nach anderer Darstellung kommt der Begriff aus dem Rumännischen. „Da!
Da!“ (Ja. Ja.) .

Es ging um den „Weahnsinn der Zeit“. (Hans Arp. Literaturlexikon, S. 86).
Man hatte „Sehnsucht nach Glauben“. (Hans Arp, Literaturlexikon. S, 86),.
Weiter ging es um eine „Widerlegung der Weltordnung“. (Hugon Ball. Literaturlexikon. S. 86),
Schließlich ging es un „Ein Narrenspiel aus dem Nichts“. (Hugo Ball, Literaturlexikon S.86).

Wichtige Impulse für die Entwicklung des europäischen Dadaismus gingen vom italienischen Futurismus aus. Jene Kunstrichtung brach mit ihrer Sprachzertrümmerung ebenfalls die überlieferten Formen der Dichtkunst.

Die neue anarichische Bewegung bekämpfte das Bildungsbürgertum und dessen künstlerisch-
ästhetische Wertmaßstäbe. Seitens der Dadaisten wurden Laute, Wörter und Satzbrocken ohne
inneren Zusammenhang zusammengetragen. Bezeichnend hierzu ist das Gedicht „Karawane“ von Hhans Ball. (Literaturlexikon, S.86).

Der Dadaismus brachte Protest, Verspottung und hintersinnigen Ulk gegen die bisherigen Formen
mit sich. Wie an anderer Stelle bereits angedeutet, spiegelte der Dadaismus die Empfindungen der einzelnen Schriftsteller wieder.

Der im Jahre 1916 in Zürich entstandene Dadaismus hatte nicht nur Auswirkungen auf die Literatur. Den Dadaismus gab es auch in der Musik, in der Malerei und in der Typographie.

In den einzelnen europäischen Zentren gab es eine unterschiedliche Entwicklung des Dadaismus. Diese führten zu Spannungen und schließlich zur Auflösung und zur Begründung des Surrealismus.

In Frankreich war der Schriftsteller Andre´ Breton (1896-1966) der Hauptvertreter des Dadaismus. Im Jahre 1922 trennte er sich davon. Angeblich lag bei ihm eine mangelnde Seriosität und anarchisch-destruktive Tendenz vor. Er wurde einer der Mitbegründer des Surrealismus.

Literaturhinweise: