Mundarten

Die deutschen Mundarten gliedern sich in drei große Bereiche. Sie werden durch die Benrather Linie und durch die Mainlinie, auch Speyerer Linie genannt, getrennt. Jene Mundarten gibt es innerhalb der althochdeutschen, der mittelhochdeutschen Sprache und der neuhochdeutschen Sprache.

Bei der Benrather Linie handelt es sich um die Sprachgrenze zwischen niederhochdeutsch und hochdeutsch. Die Benrather Linie beginnt in Eupen (Belgien) und verläuft über Aachen und Benrath, über Olpe, Kassel, Nordhausen, Aschersleben und Dessau und endet schließlich über Berlin in Frankfurt/Oder. Benannt ist die Benrather Linie nach einem der südlichen Stadtteile von Düsseldorf.

Das Gebiet nördlich der Benrather Linie beinhaltet die niederdeutsche Sprache. Sie setzt sich aus niedersächsisch und niederfränkisch zusammen. Bei der dortigen Lautverschiebung sind die Begriffe "make, slape water" gegenüber "machen, schlafen, Wasser" von Bedeutung.

Das Gebiet südlich der Benrather Linie beinhaltet die hochdeutsche Sprache. Diese setzt sich aus mitteldeutsch und oberdeutsch zusammen. Bei der dortigen Lautverschiebung sind die Begriffe Pund, Appel gegenüber Pfund und Apfel von Bedeutung. Diese Sprachen werden durch die Mainlinie, auch als Speyerer Linie bezeichnet, getrennt. Jene Sprachlinie verläuft ungefähr von Straßburg (Frankreich), über Speyer und Heidelberg nach Eisenach, Erfurt bis zum Erzgebirge.

Zur mitteldeutschen Sprache gehören ripuarisch, moselfränkisch, rheinfränkisch, thüringisch, meißnisch und schlesisch.

Südlich der Mainlinie, auch Speyerer Linie genannt, gibt es die oberdeutsche Sprache. Diese setzt sich zusammen aus niederalemannisch und hochalemannisch, schwäbisch, bayrisch, süd –und ostfränkisch.

Im deutschen Sprachraum haben sich verschiedene Sprachreste erhalten. Hierzu gehören uinter anderem die wendische, masurische und kaschubische Mundart.