Dialog

Was ist ein Dialog im eigentlichen Sinn?

Ein schriftliches oder mündliches Wechselgespräch zwischen zwei oder mehr Personen in Form von abwechselnd geführter Rede und Gegenrede. Das Gegenteil dazu: Der Monolog.

Wo uns der Dialog in der Literatur begegnet:

Im Drama spielt er eine wesentliche Rolle. Dieses lebt von Handlungsabläufen und Konfliktdarstellungen, die durch Gespräche, Kommunikation zwischen den einzelnen Figuren dargestellt werden.
Dort ist der Dialog ein wesentliches sprachliches Element.
Im Film ist der Dialog ein zentraler Bestandteil eines Drehbuchs.
In der Lyrik finden wir so gut wie keine Dialoge. Dort werden Gefühle und Umgebungen beschrieben.
In der Epik dient der Dialog der Charakterisierung der Figuren.

In der klassischen griechischen und römischen Philosophie finden wir Dialoge als selbständige, literarische Form. Von Platon, Cicero und Seneca entwickelt.

Es gibt auch ganze Dialogromane. Dieses sind Manuskripte, die überwiegend oder ganz in Dialogform verfasst wurden.

Die einfachste Form, Dialoge zu führen, ist das direkte Aneinanderstoßen einzelner Sätze, wie in Dramen. Was dabei wichtig ist: Es dürfen nie zu viele Wortwiederholungen auftauchen. Denn diese lassen den eigentlichen Textsinn in den Hintergrund treten.

Wichtig ist es, die Figuren während der Dialoge wachsen zu lassen, ein Prozess der Figurenentwicklung muss stattfinden.

Informierender Dialog

• Direkte Reaktion findet statt.
• Eine Dynamik und Gesprächskonzentration ist erkennbar.
• Nebenhandlungen finden statt.
• Synonyme werden angewandt.

Man unterscheidet zudem noch Dialoge, in denen der Schwerpunkt mehr in der Handlung liegt und nicht im Gespräch. Und die Form, bei denen der Schwerpunkt in den Gesprächen liegt, weniger in der Handlung.

Ebenso dienen Rückblenden der Reflektion über bereits Vergangenes.
Nicht gewöhnliche Worte zu verwenden, wie z.B. „sagen und fragen“, hebt auch die Spannung und färbt die Dialoge aus. Viel mehr: Entgegnen, erwidern, einwenden und infrage stellen sind Worte die hier helfen können.

Ein besonders gutes Beispiel für Dialogformen sind Märchen.

Abschließend bleibt noch die Dialoggestaltung:
Die Personen müssen lebendig dargestellt werden und man darf sie keine Stichworte ableisten lassen.
Man muss dem Leser klare Bilder zeigen, Situationen schildern.
Ohne solche Färbungen im Text gehen die Figuren darin verloren und wirken unglaubwürdig.