Epigonen

(von griech. epigonos = nachgeboren): Bei Epigonen handelt es sich um Dichtungen, die vorhergegangenes Literaturgut nachahmen - sowohl inhaltlich als auch formal. Epigonendichtungen folgen in der Regel auf sehr bedeutsame Epochen der Literatur, so zum Beispiel die Nachbildung der höfischen Epik Ende des Mittelalters.

Als Epigonendichtung im engeren Sinne bezeichnet man die Dichtung der deutschen Literatur in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die als Gegenströmung zum Realismus an die Dichtung der Klassik und Romantik anknüpft. Der Begriff Epigonen geht auf Carl Leberecht Immermanns Roman „Die Epigonen“ (1836) zurück.