Epistel

Vom griechischen epi-stellein - zuschicken, stellt eine in der römischen Antike entstandene Sonderform des Briefgedichts dar, die vornehmlich der philosophischen, moralischen oder ästhetischen Belehrung dient. Häufigste Versmaße sind: Hexameter und das elegische Distichon, im deutschen auch dann der Alexandriner und der Jambus. Die Epistel fand als lyrisch-didaktische Mischform vor allem im Humanismus, im Barock und in der Klassik Verwendung.

Im kirchlichen Bereich wird der Begriff Epistel für eine vorgeschriebene Lesung im Gottesdienst verwendet.