Manierismus

Unter Manierismus versteht man eine Übergangskunstrichtung zwischen Renaissance und Barock. Diese Übergangs-kunstrichtung verlief in den einzelnen europäischen Ländern zeitlich sehr unterschiedlich. In Deutschland spricht man für die Zeit zwischen 1560 und 1610 vom Manierismus.

Der Begriff Manierismus wurde durch den iatlienischen Maler, Architekt und Kunstschriftsteller Giorgio Vasari (1511-1574) geprägt. Der Begriff Manierismus bezieht sich auf das italienische Wort maniera (Stil, Manier), in der französischen Sprache ist von maniére´ die Rede. Gemeint sind die Begriffe geschraubt und affektiert.

Den Manierismus gab es in der Malerei, in der Baukunst, in der Plastik, in der Musik und in der Literatur. In der Literatur ging der Manierismus ungefähr bis 1630. Einer der Hauptmerkmale ist in der Literatur der Schwulst.

Der Manierismus zeichnete sich durch politische und wirtschaftliche Krisen aus. Es war eine Zeit der Unsicherheit und der Orientierungslosigkeit, eine Zeit des Umbruchs. Man musste den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit verkraften.

Wichtige Vertreter in der Zeit des deutschen Manierismus waren:
Georg Philip Hardsdörfer (1607-1658)
Daniel Caspar von Lohenstein (1635-1683)
und Christian Hofmann von Hofmannswaldau (1617-1679).

Wie bereits erwähnt, ist der Manierismus eine Übergangskunstrichtung zwiachen Renaissance.
und Barock. Eine Abgrenzung dieser drei Kunstrichtungen ist schwierig.

Viele Schriftsteller haben sich eingehend mit dem Manierismus befasst. Hierzu gehörte u.a. Gus tav Rene´ Hocke (1908-1985). Er schrieb das Buch „Die Welt als Labyrinth. Manier und Manie in der europäischen Kunst“.

Die manieristischen Stilmerkmale traten auch in anderen Epochen auf. Hierzu gehört zum Beispiel der Jugendstil.

Literaturhinweise: