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Das Geschäft mit dem Schreibhilfebuch. Wie Manfred Plinke und sein «Autorenhaus Verlag» ratsuchende Autoren abzocken

Dietzenbach (BDS) - Die Macher des «Autorenhaus Verlags», Manfred Plinke und Gerhild Tieger, hatten es für einige Zeit als Aussteiger bis nach Irland geschafft. Als Kapitalisten zurückgekehrt machen sie heute in einem Reihenhäuschen in Berlin-Reinickendorf Geschäfte, die wenigstens fragwürdig sind: Sie verlegen marktkonforme und massenkompatible Ratgeberliteratur, die dem Autor den Erfolg als Schriftsteller versprechen. Dass diese vielerorts als Abzockerei demaskierte Geschäftemacherei (www.scheinschlag.de) literarische Debütanten mit fragwürdigen Marketingtipps zur Kasse bittet, ist im besten Fall völlig branchenunüblich, für den Kleinstverlag jedoch äußerst lukrativ.

Das fragwürdige Geschäft mit dem Karrierebegleitprogramm für den schreibungeübten Debütanten soll auch dem literarischen Dilettanten dazu verhelfen, ein literarisches Genie oder zumindest ein Schriftsteller zu werden. Eine Karriere, die nur zu leicht in die literarische Sackgasse führen kann. Dadurch wird klar: Die Branche der Ratgeberliteratur ist ein Geschäft, das sich lohnt.

Das Berliner «Autorenhaus» oder der Schein des Seins

Dietzenbach (BDS) - Der prozessfreudige Kleinverlag «Autorenhaus», bei Gerichten wohlbekannt, ist, anders als der Name impliziert, gar kein Haus der Autoren und auch keineswegs eine öffentliche Einrichtung wie ein Literaturhaus, mit dem der Inhaber des «Autorenhauses» Manfred Plinke nur allzu gern verwechselt wird. Der «Autorenhaus-Verlag» ist vielmehr ein Kleinstverlag in einem Reihenhäuschen in Berlin-Reinickendorf, in dem Diplom-Kaufmann Manfred Plinke am laufenden Band Ratgeber für Autoren schreibt und schreiben lässt. Gertrude Schildbach moniert in einer kritischen Rezension das unseriöse Geschäftsgebaren dieses Verlags: «Der Autorenhaus Verlag gibt vor, den Weg zum literarischen Erfolg zu kennen». (www.scheinschlag.de) Unseriöses und branchenunübliches Verhalten ist dem Autor und Verleger einer umfangreichen Ratgeberbibliothek auch von anderer Seite unterstellt worden, als man seine Geschäftsmethoden mit denen der Scientology-Sekte verglich. Von dritter Seite mit Scientology in Verbindung gebracht lässt Herr Plinke jedoch durch seine Anwälte dementieren, er sei, obwohl der «Buchmarkt» dies berichte, dennoch kein Scientologe. Ob dies nun der Wahrheit entspricht oder nicht, sei dahingestellt. Sicher ist auf jeden Fall, dass das Berliner «Autorenhaus» mit raffinierter Vorgehensweise seine Ratgeber an die Autorin und an den Autor zu bringen versucht, mit ähnlich drastisch geschickten Methoden, mit denen auch Unternehmen bestimmter Sekten erfolgreich operieren.